Nahost

Liveticker Iran-Krieg: USA erhöhen Druck auf Verbündete - "Zeit des Trittbrettfahrens ist vorbei"

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg: USA erhöhen Druck auf Verbündete - "Zeit des Trittbrettfahrens ist vorbei"
  • 24.04.2026 18:32 Uhr

    18:32 Uhr

    Netanjahu beansprucht trotz Waffenstillstand "volle Handlungsfreiheit" im Libanon

    Der israelische Ministerpräsident hat auf X ein Video gepostet, in dem er sich erstmals zur Ankündigung des US-Präsidenten äußerte, den Waffenstillstand im Libanon um weitere drei Wochen zu verlängern.

    "Wir behalten uns volle Handlungsfreiheit gegenüber jeder Bedrohung vor, einschließlich neu auftretender Bedrohungen", zitierte ihn die Times of Israel. "Wir haben gestern zugeschlagen, und wir haben heute zugeschlagen. Wir sind entschlossen, die Sicherheit für die Bewohner des Nordens wiederherzustellen."

    Während das israelische Militär weiterhin illegal libanesisches Gebiet im Süden des Landes besetzt, tödliche Angriffe durchführt und Wohnhäuser dem Erdboden gleichmacht, wirft Netanjahu der Hisbollah nach wie vor vor, sie versuche, das Waffenstillstandsabkommen zu "sabotieren". 

  • 18:22 Uhr

    Ajatollah befreit Iraner von Hadsch

    Großajatollah Hossein Nuri Hamedani hat einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge die Absolvierung der diesjährigen Wallfahrt nach Mekka dem Ermessen der Gläubigen überlassen. Auf eine Frage eines Professors nach der Möglichkeit der Hadsch unter den aktuellen Umständen antwortete der hochbetagte schiitische Würdenträger, dass generell die Verpflichtung zur Wallfahrt nach Mekka entfalle, wenn die Gefahr einer körperlichen Schädigung bestehe.

    Die Hadsch, also die Wallfahrt ins saudi-arabische Mekka, ist eine der fünf Säulen des Islam und sollte von jedem Muslim zumindest einmal im Leben absolviert werden, sofern er körperlich und finanziell dazu in der Lage ist.

  • 18:00 Uhr

    CNN: Trump schickt Witkoff und Kushner nach Pakistan für weitere Friedensgespräche mit Iran

    Präsident Donald Trump schickt seinen Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan, um an diesem Wochenende an Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi teilzunehmen. Das teilt CNN mit Verweis auf zwei Regierungsbeamte mit.

    Vizepräsident JD Vance plant derzeit keine Teilnahme, da auch der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf nicht dabei sein wird, so die Beamten. Ghalibaf wird von Vertretern des Weißen Hauses intern als Leiter der iranischen Delegation und als Vance' Gegenpart angesehen.

    Der Vizepräsident stehe jedoch bereit, um nach Islamabad zu reisen, falls die Gespräche Fortschritte machen, sagte die Vertreter, und Mitglieder seines Stabes seien in Pakistan und nähmen an den Verhandlungen teil. Kushner und Witkoff arbeiten seit Monaten mit iranischen Vertretern an einer möglichen Vereinbarung über Teherans Nuklearmaterial.

  • 17:56 Uhr

    Lawrow und sein pakistanischer Amtskollege erörtern die Lage im Nahen Osten

    Der russische Außenminister Sergei Lawrow und sein pakistanischer Amtskollege Ishaq Dar haben die Lage in der Region erörtert. Ihr heutiges Telefongespräch fand im Vorfeld eines Besuchs des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi in beiden Ländern statt.

    In einer Erklärung teilte das russische Außenministerium mit, Lawrow habe die Vermittlerrolle Islamabads bei den Bemühungen um dauerhafte Vereinbarungen zwischen Iran und den USA gelobt sowie die Bereitschaft Moskaus bekräftigt, diese Bemühungen zu unterstützen.

  • 17:41 Uhr

    Hisbollah: Verlängerung der Waffenruhe bedeutungslos

    Knapp einen Tag nach der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Verlängerung der Waffenruhe im Libanon hat die Hisbollah-Miliz diese als bedeutungslos bezeichnet. Angesichts anhaltender Angriffe Israels sei die Feuerpause hinfällig, sagt der Hisbollah-Abgeordnete Ali Fajjad. Zuvor hatte das libanesische Gesundheitsministerium den Tod von zwei Menschen durch einen israelischen Luftangriff im Dorf Tulin im Südlibanon gemeldet. Zudem schoss die von Iran unterstützte Hisbollah nach eigenen Angaben sowie nach Angaben des israelischen Militärs eine israelische Drohne ab.

    Trump hatte die Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen am Donnerstag nach einem Treffen mit den Botschaftern Israels und des Libanon im Weißen Haus angekündigt. Das ursprüngliche Abkommen wäre am Sonntag ausgelaufen. Obwohl die am 16. April in Kraft getretene Vereinbarung zu einem deutlichen Rückgang der Gewalt geführt hat, liefern sich Israel und die Hisbollah im Südlibanon weiterhin Gefechte. Die Hisbollah ist selbst nicht Teil des Waffenstillstandsabkommens und lehnt direkte Kontakte der Regierung in Beirut mit Israel strikt ab. 

  • 17:28 Uhr

    Merz stellt Iran Sanktionslockerung in Aussicht – bei Einlenken

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat Iran die Lockerung einiger Sanktionen in Aussicht gestellt. Bedingungen dafür seien die dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus, das Ende des iranischen Atomprogramms und die Sicherheit Israels, sagte Merz nach dem EU-Gipfel in Zypern. Die Lockerung der Sanktionen könne ein Teil eines Prozesses sein, "an dem wir jetzt auf diese Weise jedenfalls beteiligt sind", so Merz. Dem habe beim Gipfeltreffen auch niemand widersprochen, der Vorschlag sei im Gegenteil auch von anderen Staats- und Regierungschefs vorgebracht worden. Gleichzeitig drohte der Kanzler, die EU-Sanktionen zu verschärfen, wenn Teheran nicht einlenkt. Iran spiele auf Zeit, deswegen müsse der Druck erhöht werden.

  • 17:15 Uhr

    USA halten Besatzungen beschlagnahmter Tanker weiter fest

    Die Besatzungen dreier in dieser Woche von den USA beschlagnahmten Tanker befinden sich weiter in US-Gewahrsam. Das hat Generalstabschef Dan Caine mitgeteilt. Bei einer Pressekonferenz sagte er zudem, man werde weiterhin "ähnliche maritime Interventionsaktionen und Aktivitäten im Pazifik und im Indischen Ozean gegen iranische Schiffe und Schiffe der Schattenflotte vornehmen". Zu dem ersten am Sonntag festgesetzten Handelsschiff, der Tousca, sagte Caine, dessen Besatzung habe Warnungen über einen Zeitraum von sechs Stunden wiederholt ignoriert. Als sie auch auf mehrere Warnschüsse nicht reagiert hätten und alle anderen Mittel ausgeschöpft gewesen seien, sei das Schiff durch gezielten Beschuss des Maschinenraums und des Antriebsbereichs gestoppt worden.

  • 17:08 Uhr

    Schweiz öffnet Botschaft in Iran schrittweise wieder

    Die Schweiz öffnet nach einer vorübergehenden Schließung wegen Sicherheitsbedenken schrittweise wieder ihre Botschaft im Iran. Ein kleines Team von vier Mitarbeitern bereite in Teheran die Wiederaufnahme des Betriebs vor, teilt das Außenministerium mit. Die Vertretung war am 11. März wegen der prekären Sicherheitslage geschlossen worden. Der Schritt sei nach einer Risikoanalyse und in Absprache mit Iran sowie den USA erfolgt.

    Die Schweiz vertritt nach einer entsprechenden Vereinbarung die diplomatischen Interessen der USA in dem Land. Konsularische Dienstleistungen wie die Vergabe von Visa würden vorerst noch nicht angeboten. Der Kommunikationskanal zwischen Washington und Teheran sei auch während der Schließung offengehalten worden, hieß es weiter.

  • 16:30 Uhr

    Krieg gegen Libanon: UN-Büro sieht Hinweise auf Kriegsverbrechen Israels

    Das UN-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon. Das Büro habe zahlreiche tödliche Angriffe auf Gesundheitspersonal und Journalisten dokumentiert, sagt Sprecher Thameen Al-Kheetan in Genf. Am Mittwoch habe das israelische Militär nach Berichten Sanitäter bei Hilfeleistungen behindert, nachdem eine Journalistin bei einem Angriff getötet und ein Fotograf verletzt worden war. "Medizinisches Personal, sei es militärisch oder zivil, sowie andere Zivilisten, darunter auch Journalisten, genießen nach dem humanitären Völkerrecht Schutz. Sie gezielt anzugreifen, würde ein Kriegsverbrechen darstellen", sagt der Sprecher.

    Das UN-Menschenrechtsbüro hat einen Bericht über die ersten drei Wochen der Angriffe Israels gegen die Hisbollah vorgelegt. "Unsere Analyse der groß angelegten Angriffe, des Beschusses und der Bodenoffensiven ergab, dass es bei den Operationen der israelischen Streitkräfte im Libanon zu direkten Angriffen auf Zivilisten, darunter auch medizinisches Personal, kam", erklärt Al-Kheetan. Die Zerstörung mehrstöckiger Wohnhäuser könne einen schweren Verstoß gegen das internationale Völkerrecht darstellen, ebenso die Vertreibung von mehr als einer Million Menschen. Das Gleiche gelte für die Raketenangriffe der Hisbollah in Nordisrael.

  • 15:50 Uhr

    USA erhöhen Druck auf Verbündete: "Zeit des Trittbrettfahrens ist vorbei"

    US-Kriegsminister Pete Hegseth kritisierte europäische und asiatische Länder am Freitag dafür, sich auf das US-Militär zu verlassen, um die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen, nachdem sie durch den Krieg gegen Iran blockiert worden war.

    "Europa und Asien haben jahrzehntelang von unserem Schutz profitiert, aber die Zeit des Trittbrettfahrens ist vorbei", sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz am Freitag. 

    "Die USA und die freie Welt verdienen Verbündete, die leistungsfähig sind, die loyal sind und die verstehen, dass eine Allianz keine Einbahnstraße ist."

    "Wir nutzen die Straße von Hormus als Land kaum. Unsere Energie fließt nicht darüber, und wir haben genügend Energie."

    "Wir verlassen uns nicht auf Europa, aber sie brauchen die Straße von Hormus viel mehr als wir, und sie sollten vielleicht damit beginnen, weniger zu reden, weniger aufwendige Konferenzen in Europa abzuhalten und stattdessen ein Schiff bereitzustellen."

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